Martha trifft Frank, Daniel & Laurence – Chaos in London

Ein britischer Film, der in London spielt und Rufus Sewell ist auch noch dabei? Und dann auch noch aus den 1990ern? Na, das klang doch eigentlich genau nach meinem Geschmack. Eigentlich. Denn obwohl ich an den Film keinerlei Erwartungen stellte – nie gesehen, mich nie damit beschäftigt und das einzige Mal, dass ich etwas über ihn gelesen habe, war 1998 in der Bravo zum Kinostart – muss ich hinterher sagen: das hätte aber doch wohl besser gehen können.

marthaGanz uninteressant ist die Grundidee von Martha trifft Frank, Daniel & Laurence ja nicht. Im Flugzeug aus Amerika lernt Martha (Monica Potter) Daniel (Tom Hollander) kennen. Sie will einfach nur weg aus ihrem alten Leben und reist dazu nach London, er ist erfolgreicher Musikproduzent und leider auch nicht glücklich. Er bezahlt Martha eine Nacht in einem netten Hotel, unter der Bedingung, dass sie ihn anruft und sie gemeinsam essen gehen. Martha jedoch meldet sich nicht. Daniel klagt seinen Freunden Frank (Rufus Sewell) und Laurence (Joseph Fiennes) sein Leid. Frank ist noch immer sauer auf Daniel, weil dieser nicht nur wesentlich erfolgreicher als er selbst ist, sondern auch noch etwas mit einer französischen Schauspielerin hatte, auf die eigentlich Frank ein Auge geworfen hatte. Als er Martha rein zufällig im Park trifft und erkennt, sieht er seine Zeit für Rache gekommen. Was keiner bisher weiss: auch Laurence hat sich in Martha verliebt…

Ich weiss es einfach nicht. So viel hätte man aus der Geschichte machen können, aber passiert ist das nicht. Wie die ganze Sache endet, ist bereits am Anfang klar und alles hergestellten Wirrungen eher lästig als amüsant oder gar fesselnd. Noch dazu werden viele Geschehnisse – wenn auch verständlicherweise – ein zweites Mal gezeigt. Und das bei einem Film von knapp 90 Minuten. Irgendwie hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, es war nur Story für 60 Minuten da, den Rest hat man dann eben zurecht gewuddelt. Ich bin ja der Überzeugung, dass auch ein 1990er Jahre Publikum sich die Handlung noch soweit hätte merken können. Wenigstens war Ray Winstone in seiner Rolle ganz zauberhaft, Rufus Sewell ist eben Rufus Sewell, Tom Hollander konnte leider nicht wirklich zeigen was er drauf hat und Joseph Fiennes finde ich – mal wieder – auch nicht im geringsten symphatisch. Auch Monica Potter hinterlässt einen eher schalen Geschmack. Dafür überraschte mich der Cameo von Rob Brydon. Auch jemand, den ich immer gerne sehe.

Fazit: Netter Film für Zwischendurch, mit einigen Längen. Das Ensemble ist durchaus liebenswert, aber im Grunde ist der Film weder besonders interessant, noch innovativ oder sonderlich mitreissend. Viel verschenktes Potential und ich bin ehrlich gesagt leicht enttäuscht.

✔✔✘✘✘

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