Dan In Real Life – Familie und andere Turbulenzen

Wenn man einen Film mit Steve Carrell einlegt, dann hat man doch gewissen Erwartungen. Sachen wie 40 Year Old Virgin und Evan Allmighty kommen einem da in den Sinn. Ersterer war durchaus unterhaltend, Zweiterer eher schwachbrüstig. Um es positiv auszudrücken. Es war ein Freitagabend, es war spät und irgendwas muss man ja tun, wenn man faul auf dem Sofa rumlümmelt und nichts im Fernsehen kommt. So bin ich über Dan In Real Life gestolpert. Was Seichtes sollte es sein und da passte das gut. Juliette Binoche gab dann den letztendlichen Ausschlag. Und ehrlich gesagt – bereut habe ich es zu meinem Erstaunen nicht.

dan2Dan ist seit einigen Jahren verwitwet und stolzer Vater dreier Töchter, die er zum jährlichen Besuch bei seinen Eltern ins Auto packt und unter allerlei Trara mit ihnen nach Rhode Island fährt. Da sein Bruder Mitch eine neue Freundin hat, muss Dan mit einem Bett in der Waschküche vornehmen, während sich die Kinder ein Zimmer im gemütlichen Haus der Grosseltern teilen. Als Dan am nächsten Morgen die zeitung holt, wird er in im Buchladen von einer Frau angesprochen, die ihn für einen Verkäufer hält. Er empfiehlt ihr einige Bücher, muss aber schliesslich zugeben, dass er weder ein Angestellter ist, noch auch nur irgendeine Ahnung hat, was er da für Bücher gegriffen hat. Davon beeindruckt lädt die Frau, die sich als Marie vorstellt, ihn zu einem Kaffee ein. Beide verstehen sich wunderbar und als sie sich trennen, fragt Dan nach Maries Telefonnummer. Zurück bei seiner Familie, lernt Dan auch endlich die neue Freundin seines Bruders kennen, von der alle nur zu schwärmen scheinen. Leider stellt es sich heraus, dass es sich dabei um Marie handelt. Sie vereinbaren, niemandem von ihrem Treffen in der Buchhandlung zu berichten.

dan1Fazit: Natürlich ist der Handlung vorhersehbar. Aber das ist nicht schlimm, schliesslich ist Dan In Real Life ein Film der Spass machen und ein Lächeln auf’s Gesicht zaubern soll. Das schafft er. Zu verdanken ist das nicht unbedingt Steve Carell oder Juliette Binoche oder der fehlenden Chemie zwischen beiden, sondern dem ganzen Drumherum. Die Familie ist herzig, liebevoll und fröhlich. Kurz hatte ich sogar das Gefühl, dass es spassig sein könnte, Kreuzworträtsel zu lösen! Dan ist so amerikanisch, wie ein Film eben sein kann, aber er ist es auf gute Art. Der Film unterhält, bringt zum schmunzeln und hinterlässt ein fröhliches Gefühl im Magen. Und die Sehnsucht nach einer so netten Familie, obwohl eigentlich klar ist, dass solche Familien in der Realität eher schwer zu finden sind. Und wenn es sie geben sollte, dann wird das alles höchstwahrscheinlich nur so kuschelig, wenn man sich nicht öfter als einmal jährlich sieht.

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