Die Unsehbaren – Schauspieler jenseits von gut und böse

Es gibt Schauspieler, deren Filme schaue ich einfach nicht. Das kann ganz verschiedene Gründe haben. Entweder empfinde ich sie einfach nur als grottenschlecht oder sie lösen in mir sogar eine Art Ekel aus. Das schlimmste jedoch, sind Schauspieler die aufgrund einer Rolle, ihres Aussehens oder weil sie so furchtbar charity sind, gehypt werden. Damit fallen die für mich einfach weg und ich versuche, ihnen aus dem Weg zu gehen. Gerade im Falle des Hypes, zumindest solange, bis sich das gelegt hat und man endlich wieder in Ruhe Filme mit der- oder demjenigen ansehen kann, ohne dass die Leute die Augen verdrehen und einen fragen, ob man etwa auch so ein Fanboy/-girl sei. Harry Potter (die Bücher) habe ich zB Jahre lang boykottiert. Erst durch Zufall habe ich dann den ersten Film im Kino gesehen und danach eben doch zu den Büchern gegriffen.

unsehbar

Das hier ist sie also, die Liste der Menschen, die ich einfach nicht gerne ansehe. Männlich und weiblich. Darunter sind auch gute Schauspieler, ebenso schlechte und gleichermassen Leute, bei denen ich nicht einmal weiss, was genau mich an ihnen abstösst. Die Liste wird höchstwahrscheinlich pausenlos erweitert.

  • Colin Firth: es gibt niemanden, den ich aus tiefstem Herzen so sehr verachte wie Colin Firth! Absolut niemanden. Colin Firth hat für mich eine neue Kategorie des Hasses und der Abscheu eröffnet. Leider kommt man an ihm, wenn man gern britische Filme sieht, kaum vorbei. Es ist lange her, aber ich mochte ihn mal. Noch 2003 fand ich ihn in Love Actually durchaus charming, aber je mehr man von ihm sieht und hört – vorallem in den sogenannten RomComs – desto auffälliger wird es: kann der noch was ausser Hundeblick??? Ich habe mal in einem schlauen Buch über einen Schauspieler oder die Schauspielerei im Allgemeinen (ich weiss es nicht mehr) gelesen, dass Kaugummi kauen keine Charakterisierung ist. Und da ist was wahres dran. Nur weil einer Kaugummi kaut, ist er nicht ein harter Bursche. Deswegen kann ich nur sagen: non stop wie ein angeschossenes Reh im Scheinwerferlicht zu gucken, ist ebenfalls keine Charakterisierung! Wirklich nicht, Colin, wirklich nicht. Wie viel (mehr) Spass hätten mir Filme wie The King’s Speech und Tinker, Tailor, Soldier, Spy (nun gut, da störte mich Firth kaum) machen können, wenn nicht Firth dabei gewesen wäre. Ich ertrage ihn einfach icht mehr. Es gibt eine Jane Austen Verfilmung mit ihm als Darcy, die ich schon einmal gesehen habe, wie gern würde ich die noch einmal ansehen, aber ich bringe es einfach nicht übers Herz. Amüsanterweise war das auch der Film (eigentlich ist es eine Miniserie), in dem ich Colin Firth das erste Mal gesehen habe. Und ja, die typische 1990er Jahre Mädchen und Mr Darcy Nummer… ich kann Stolz und Vorurteil nicht einmal mehr lesen, weil Firth für mich Darcy so geprägt hat. Wunderbares Beispiel, wie ein Unsehbarer alles verleiden kann.
  • Robert Pattinson: es ist mir ganz egal, ob er ein guter Schauspieler ist (ich weiss es nicht), Filme mit ihm sehe ich nicht. Prinzipiell. Weil der Hype um Twilight nervt, weil er sich mit der Rollenwahl – in meinen Augen – damit keinen Gefallen getan hat und nun eben für mich zur Kategorie der Unsehbaren gehört. Gesehen habe ich ihn nur in Harry Potter 4, soweit ich mir bewusst bin, und dort war seine Rolle ja nicht gerade dazu geeignet, dass er sich einem länger ins Gehirn brennt. Mit Twilight und dem ganzen Rummel darum, hat sich das Kapitel Pattinson dann schnell erledigt.
  • Robert Downey Jr: in der 1990ern habe ich Robert Downey Jr. geliebt! Ich fand ihn super, das Brat Pack, später dann Chaplin und Ally McBeal – RDJ war irgendwie immer da und das war okay, ich habe ihn durchaus gern gesehen. Und dann kam Iron Man. Und vielleicht etwas zu viel Bräunungsspray oder liegt das nur am Film? Ich weiss es nicht, es kümmert mich nicht. Tony Stark ist eine amüsante Rolle und sicherlich spassig zu spielen, aber wieder einmal schlägt der Hype zu: danke, es reicht mir dann. Es tut mir leid für RDJ, dass er nur noch auf Tony Stark reduziert wird, aber eigentlich will er das doch? Er forciert es, wo er nur kann und das finde ich leider in den meisten Fällen eher unsymphatisch als witzig. Ich guck ihn mir wieder an, wenn Iron man endlich beendet ist. Angeblich hat er ja keine Lust auf den vierten Teil.
  • Angelina Jolie: ich finde sie weder schön, noch symphatisch, noch sonderlich talentiert. Ausserdem ist es ziemlich einfach, zwanzig Kinder zu adoptieren, wenn man nur genügend Geld für ausreichend Nannys hat. Jolie ist für mich in jeder Hinsicht überbewertet und eigentlich kann ich auch schon gar nicht mehr zu ihr sagen.
  • Johnny Depp: Ja, ich hab es. Die Leute finden Johnny Depp sexy. Ist okay, ich sehe das anders. Ich finde ihn einfach nur langweilig. In den meisten Tim Burton Filmen kann er mich durchaus für sich begeistern (in Sleepy Hollow fand ich ihn dann auch durchaus attraktiv), aber so im Allgemeinen ist er mir total egal. Und nun also The Lone Ranger. Danke, mir hatte von der Zusammenarbeit Verbinski/Depp Pirates of the Carribean schon gerreicht. Noch ein Franchise muss nicht. Auch wenn sich Depp im aktuellsten Trailer sehr schön am Rande hält und den Titelgebendem Ranger (Armie Hammer) ein wenig Platz lässt. Und warum ist Helena Bonham Carter da mit dabei? Bekammt man Depp nur im Doppelpack mit Herrn oder Frau Burton?
  • Bill Nighy: mein guter, alter Brieffreund der Billy. Nette Zeiten hatten wir. CDs hat er mir geschickt und gequatscht haben wir über Fussball und Alkoholismus. Hätten wir mal über Manierismen und die Kunst der Schauspielerei geredet. Ganz ehrlich, Bill Nighy kann nur eine Sache (und die macht er durchaus gut): Rollen wie Billy Mack in Love Actually. Das ist dieselbe Nummer wie in Still Crazy oder Radio Rock Revolution. Und weil’s damit dann halt auch leider aufhört, hat er es sich in seiner Nische gemütlich gemacht und spielt seit zehn Jahren eben das, was er gut kann. Egal ob in Pirates oder Underworld oder sonstwo. Die einzigen Ausbrüche waren vielleicht The Girl in the Cafe, aber selbst da kommen seine Manierismen eben durch. Im Grunde kann man es so sagen: Bill Nighy spielt eigentlich nur sich selbst und das immer. Es macht keinen Unterschied, ob man sich einen Film mit ihm ansieht oder direkt vor ihm steht und mit ihm redet. In live ist er nur viel grösser. Ich kann das beurteilen, trust me. Eye of the Needle, das waren noch Zeiten.
  • Keira Knightley: In Bend it like Beckham war Keira Knightley mir noch egal. Sie war so ein normales Teeniemädel, dass halt mit dem Fussball über den Platz tobt. Heutzutage frage ich mich, ob sie überhaupt noch die Kraft dazu hätte, dürr wie sie derzeit ist. Das erste Mal nervig fand ich sie dann in Love Actually (in diesem Film hat ja wohl wirklich jeder zweite britische Schauspieler mitgewirkt) und danach ging es nur noch abwärts. Sie nervt mich einfach, ohne konkreten Grund, aber ich kann sie nicht gut ansehen. Alles was ich sehe sind Knochen und Zähne. Nein, muss ich nicht haben.
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